Arlt-Symposium 2018

Erkennen | Entscheiden | Ermöglichen: Arlt-Symposium zur Sozialen Diagnostik

18. und 19. September 2018 | FH St. Pölten

Das Arlt-Symposium 2018 an der FH St. Pölten widmete sich der Falleinschätzung, der Aushandlung von Lösungsmöglichkeiten und der begleitenden Dokumentation.

In der Sozialen Arbeit sowie in Einrichtungen des Bildungs- und Gesundheitswesens ist die Einschätzung der sozialen Situation der Adressat*innen ein Schlüssel für die Implementierung von passgenauer Unterstützung. Dabei helfen Instrumente der Sozialen Diagnostik. Das Konzept des „Ownership“ zielt darauf, dass die Adressat*innen selbst die Steuerung des Lösungsprozesses und des Unterstützungsarrangements in der Hand behalten. Gleichzeitig ist eine genaue Dokumentation fachlicher und institutioneller Entscheidungsgrundlagen und Vorgehensweisen erforderlich, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

Tagungsdokumentation

Themen

Der Austausch über folgende Fragen erhielt breiten Raum:

  • Wie machen wir Sozialarbeit gut genug? Wie beantwortet die Soziale Arbeit als Profession die Frage danach, “was Sache ist”? Wie wird eine Situation zu einem Fall?
  • Soziale Diagnostik praktisch: Entscheidungen vorbereiten und fällen, Tools & Verfahren gemeinsam ausprobieren und diskutieren; Fallgespräche mit Klient*innen: Wie mache ich es? Wie sollte man es machen? Gutachterliche Stellungnahmen / professionelles Schreiben vs. kooperative Diagnostik?
  • Soziale Diagnostik & Forschung: Einsatz oder Diskussion von Sozialer Diagnostik in theoretischer und empirischer Forschung – was wurde ausprobiert? Was ist aussichtsreich und wofür?
  • Welche Instrumente werden angewendet, um Problemkontexte und die soziale Situation der Nutzer*innen zu erfassen und Lösungswege zu finden?
  • Wie wird Klient*innen ermöglicht, informierte Entscheidungen über Lösungs- und Unterstützungsprozesse zu treffen? Welche Erfahrungen werden damit gemacht? Was erweist sich als nützlich?
  • Was wird wie dokumentiert, und wie schützen Organisationen des Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesens ihre Nutzer*innen vor einer missbräuchlichen Verwendung der erhobenen Daten?