Themenschwerpunkte

Getragen wird die Tagung von der Überzeugung, dass die Profession von morgen nicht mit den Mitteln von gestern entworfen und kartografiert werden kann. Erarbeitete und erkämpfte fachliche Expertisen werden durch Digitalisierung nicht durchgestrichen, sie sind das Fundament einer zukünftigen Theorie und Praxis, welche jedoch von einer neuen Generation umgesetzt werden wird. Jene, die medial und in Forschung gerne als „Generation Z“ oder „i generation“ tituliert werden, warten mit Formen von Multitasking, Networking und Diversifizierung auf, die offenkundig Irritationen auslösen. Aktuelle Studien zeigen, „dass die Generation Z in den meisten Ländern […] stärker davon überzeugt ist als vorherige Generationen, einen Beitrag zu tief greifenden Veränderungen leisten zu können.“ (Bui-Wrzosińska 2019: 17).

Wir bitte daher um Beiträge zu folgenden Themen:

1. Neue berufliche Praxis – best practice Beispiele ebenso wie theoretische und methodische Fragen.

  • Welche methodischen und theoretischen Konzepte bedarf es zur –digital unterstützten lebensweltorientierten Arbeit von Menschen in schwierigen Lebenssituationen?
  • Wie gelingt Fallverstehen vor dem Hintergrund virrealer Lebenswelten? Wie gelingt kooperative Hilfeplanung mit digitaler Unterstützung?
  • Welche Potentiale der professionellen Praxis bieten digitale Lösungen für vulnerable Personengruppen? Welche neuen Problemkontexte entstehen durch Digitalisierung und welche Herangehensweisen scheinen sinnvoll?
  • Welche Potentiale bieten Digitale Lösungen Organisationen der Sozialen Arbeit in Dokumentation, Vernetzung, Sicherheit und Sichtbarkeit?
  • Best practice: Welches Potential hat in Ihrem Projekt Digitalisierung entfaltet? Was braucht es zur fachlich versierten, hilfreichen Arbeit? Wie geht es weiter?

2. Herausforderungen für Profession und Disziplin

  • Welche Entwicklungspotentiale stecken in der Disziplin Soziale Arbeit hinsichtlich global vernetzter Wissensformen?
  • Was kann und muss Soziale Arbeit im Hinblick auf digitale Technologien hier im Bereich der Demokratieförderung beitragen? Wie können hier Beiträge zu einem Guten Lebens für alle entwickelt und umgesetzt werden?
  • Welchen Herausforderungen stellt die Ausbildung sich und wie kann hier das Wissen der Studierenden selbst dazu beitragen, neue und kreative Herangehensweisen zu etablieren?